Im Waschzettel ist eine Anleitung zum Digitalisieren mit DCC Decoder, diese ist jedoch für Selectrixfahrer durch reines Einstecken des Decoders in die Schnittstelle schwer nachzuvollziehen da nach vorne zu wenig Platz ist. Soll der Bus auch noch schaltbare Frontbeleuchtung bekommen muß die Buchse ausgelötet und der Decoder eingelötet werden.

Der Selectrix-Decoder, hier der DHL050, wird vorbereitet. An Pin 4 werden zwei Litzen angelötet, wovon eine für die LED Beleuchtung Plusanschluß ist. Über Pin 5 und 6 wird ein SMD Widerstand 1,7 K gelötet damit das Licht bei Vorwärts und Rückwärtsfahrt leuchtet.
Um die Platine bearbeiten zu können muß der Motor herausgenommen werden. Dazu werden die roten Rastnasen unter dem Boden herausgedrückt und der Motor nach oben entnommen. Später sollten beide Motoranschlüsse auf der Platine mit einem Lötpunkt fixiert werden. Bei 17 Bussen gab es 3 Stück mit Wackelkontakt an den Motoranschlüssen.
Die Schraube in der Platinenecke wird entfernt und die Platine herausgenommen.
Die steifen Litzen sind durch Mayerhoferlitzen ersetzt welche später direkt an den Platinenanschlüssen angelötet werden. Schnittstelle ist entfernt und Drosseln sind durch Drahtbrücken ersetzt.
Da der Programmiervorgang viel zeitkritischer als das Fahren ist, erfolgt bei eingelöteten Drosseln eine geringe Zeitverzögerung beim Programmieren die als "Fehler" angezeigt wird.
Litzen von Pin 1 bis 4 des Decoders werden an der Platine angelötet. Dann wird mit einem Stück Tesaband Lötpunkte und Drahtbrücken isoliert. Darauf wird der Decoder geklebt. Im Bild zu sehen: Die angelöteten Motoranschlüsse und beide Brücken.
Decoder aufgeklebt mit genügend Platz für die SMD LEDīs im Gehäuse. Die Litzen sind seitlich mit Kleber geheftet. Rechts sind die Stromabnehmerlitzen direkt an der Platine angelötet. Hier bewährt sich die Fixierung der grauen Litze mit Sekundenkleber die dadurch bei Drehung des Drehgestells nicht in die Schnecke rutschen kann.
Beide Frontledīs sind in Reihe verdrahtet mit Sekundenkleber vor die Lampenöffnungen geklebt. Damit später kein Licht im Gehäuse zu sehen ist werden die LEDīs leicht mit Zweikomponentenkleber bedeckt und nach dem Aushärten schwarz gemalt. Dadurch kann keine Farbe an den Ledīs vorbei laufen. Das Gehäuse selber ist Lichtdicht.
Die beiden Kupferlackdrähte werden an den Decoder gelötet. Plus an Pin 4 und Minus an den SMD Widerstand. Wie deutlich zu sehen ist kann das Drehgestell frei drehen und die Position des Decoders lässt Platz für die LEDīs.

Lohn der Fummelei. Lampen beleuchtet. Kurvenfahrten dank beweglicherer Litzen einfacher. Litzen scheuern über der Schnecke nicht mehr durch.
Viel Erfolg beim Umbau.