Doppelstockwagen 13392 mit PAL Funkkamera          25.März.2005
             
Umbauanleitung:  verwendet wird ein Minitrix 13392 oder Piko Doppelstockwagen, 1 Kamerabausatz 25020 von PH-electronic, 2 x 4031 Schleiffedern von Mayerhofer, 1 Kondensator 10 nf , sowie Walzblei. 
 
So sieht der fertige Umbau aus. Die Kamera sitzt direkt hinter der mittleren Scheibe des Führerstandes. Linsendurchmesser 0,8mm. 
 
Da diese Einheit so, oder mit einem weiteren Wagen am Ende der Lok, tatsächlich gefahren ist und in keinen anderen mir bekannten N Steuerwagen die Kamera hineinpasst, habe ich diesen Umbau für alle diejenigen dokumentiert, die so wie ich schon seit Jahren ihre Anlage mal aus der Führerstandsicht betrachten wollen. 
 
 
 
 
 
Der ganze Umbau steht und fällt mit einer zuverlässigen Stromabnahme. Die Schleifkontakte von Mayerhofer bieten sich dafür an. Man benötigt für jedes der drei Drehgestelle eine Schleiffeder. Die Feder wird wie im Bild gezeichnet in der Mitte getrennt. Dort wo die drei Federchen anfangen wird ein 90 Grad Winkel gebogen und an den Halter eine Litze rot oder blau gelötet. Die umgebogenen 3mm Rest werden in das Drehgestell eingeklebt.
Es gibt auch einen Bausatz mit  Ladegerät und Batterie welche dann ca. 3 1/2 Stunden Bilder liefert.
 
 
 
 
Die Kamera, der Sender, die Zusatzbatterie und der Empfängerbaustein. Die mitgelieferten Anschlusskabel für Empfänger Stromversorgung und Videokabel sind nicht auf dem Bild.
 
 
 
 
 
  
 
    Vergrößerter Führerstandsboden
 
 
 
Also fangen wir mit dem Umbau an. Auf der Wagenunterseite werden je zwei Schrauben gelöst und beide  Wagenkästen abgenommen. Die Schraube im mittleren Drehgestell wird etwas gelöst und beide Fahrgestelle herausgenommen. Die Drehgestelle werden innen mit einer Pinzette am Zapfen zusammengedrückt und nach unten entnommen. ( Nicht einfach mit Kraft herausziehen, es bricht schnell eine Zapfenhälfte ab.) Nun wird der Kunststoffzapfen des Ballastbleches abgeschnitten und diese Blech durch doppelt so dickes Walzblei ersetzt welches wir einkleben. Vorn müssen die überstehenden Stege im Führerstandsboden abgefräst  werden damit der Boden vollkommen glatt wird. Wer es sich zutraut, nimmt noch 2/10 vom Boden mit weg.

Jetzt werden die Drehgestelle bearbeitet.  Im Bild ist eine zusätzliche Stromabnehmerfeder einkleben die seitlich am isolierten Rad schleift. ( diese hier ist aus einer Feder des größeren Mayerhofer Federsatzes für HO. ) Sie ist mit Sekundenkleber dickflüssig auf die angeraute Vorderseite geklebt und die Litze durch eine Bohrung nach innen zum Drehgestellzapfen geführt.

 
 
 
 
 
 
 
Die Drehgestelle vorn und hinten werden gleich bearbeitet, dabei die Polarität der Räder beachten. Im Schacht des Drehgestells wird je eine Feder mit Litze innen, mittig, auf den Steg geklebt. Zum besseren Verständnis: Feder links ist Plus von der Achse, isoliertes Rad ist oben. Feder rechts ist Masse von der Achse, isoliertes Rad ist unten. An diesem isolierten Rad ist der zusätzliche Schleifer  aus dem vorherigen Bild. Darum werden beide roten Litzen zu einer zusammengelötet. ( siehe Linke Feder im Uhu-Plus ) . In den Drehgestellzapfen wird exakt mittig ein  0,6mm Loch gebohrt. Beide Litzen werden hindurchgezogen. Die beiden vorhandenen Löcher neben dem Zapfen werden mit Tesafilm überklebt und dann der ganze Mittelsteg mit Uhuplus o.ä. ausgefüllt.
 
 
 
 
Das mittlere Drehgestell mit einer entnommenen Achse. Auf das Kupferblech wird je eine halbe Feder aufgelötet die vorher U - förmig gebogen wurde. An einen der vier Blechzapfen  wird eine blaue Litze gelötet und direkt daneben ein 0,5mm Loch gebohrt durch welches die Litze in den Faltenbalg führt.
 
 
 
 
 
 
Hier der Faltenbalg aus Plastik in den 3 Löcher gebohrt werden. Erstes Loch von unten, je ein weiteres rechts und links für die Stromkabel vom hinteren Drehgestell und die beiden Kabel zur Batterie.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Im Gehäuse werden die Fenster vorn und beide seitlichen Fenster vorsichtig herausgetrennt. Auf die öffnungen kleben wir Druckerfolie. Nur das Führerstandsmittelfenster bleibt frei. Im Führerstand das Dach von innen in den Ecken etwas ausfräsen, ca. 0,3mm auf 16mm Länge. Achtung nicht zuviel !!  Der Befestigungszapfen im Bild links muss ebenfalls entfernt werden.
 
 
 
 
 
Kamera ist aufgeklebt. Sie hat die Abmessungen 15 x 15 x 14 und somit seitlich und vorn 0,5mm Luft. Die beiden Löcher im Ring sind zum Scharfstellen der Linse. Auf der Rückseite der Kamera sitzt die Antenne, die ich um 4 cm verlängert habe, und der Stromanschluss, hier rot und lila. Das ist auch der Grund für das Abschneiden des ersten Wagenzapfens.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Der Steuerwagen ist verdrahtet. Links sind zwei schmale Platinenreste eingeklebt für die Plus und Masselitzen von den Drehgestellen. Hier wird auch der 10 nf Kondensator zwischen beide Anschlüsse gelötet. Er unterdrückt Störungen von den Radschleifern. Auf dem schwarzen Sender klebt ein Plastikstreifen auf welchem die Antenne festgeklebt ist. Da die Batterie im zweiten Wagen sitzt, muss die Leitung verlängert werden, hier orange und schwarz.
 
 
 
Im Boden des zweiten Wagens wird ein Miniaturschiebeschalter in eine Ausfräsung eingeklebt. Auf genügend Höhe über SO achten. Dieser Schalter trennt die Batterie vom Sender damit sie nicht "tiefentladen" wird wenn der Zug nicht benutzt wird.
 
 
 
 
 
 
 
Der zweite Wagen mit Batterie und Schalter von oben. Auch hier wurde der Eisenballast durch Walzblei ersetzt. Auf der Führerstandseite müssen jetzt noch die drei Frontlampen durch Bohrungen angedeutet werden, die man mit weißer Farbe auslegt und schon kann man seine Modelllandschaft aus Sicht des Tfz Führers betrachten.
 
 
 
 Baut man eine Kamera in einen Güterwagen ein, so sieht es blöd aus, wenn dieser über die Strecke geschoben wird. Abhilfe schafft ein leerer  Tiefladewagen hinter der Lok. Man sieht dann links und rechts der Strecke noch jede Menge  Landschaft.
 
Ein Videobild des Kamerawagens abfotografiert mit einer Digitalkamera von einem Lenco Campingfernseher. Durch das Weitwinkelobjektiv sind ganz am Rand Verzerrungen zu sehen die während der Fahrt aber nicht weiter stören.