So
sieht der fertige Umbau aus. Die Kamera sitzt direkt hinter der mittleren
Scheibe des Führerstandes. Linsendurchmesser 0,8mm.
Der
ganze Umbau steht und fällt mit einer zuverlässigen Stromabnahme. Die
Schleifkontakte von Mayerhofer bieten sich dafür an. Man benötigt für jedes
der drei Drehgestelle eine Schleiffeder. Die Feder wird wie im Bild gezeichnet
in der Mitte getrennt. Dort wo die drei Federchen anfangen wird ein 90 Grad
Winkel gebogen und an den Halter eine Litze rot oder blau gelötet. Die
umgebogenen 3mm Rest werden in das Drehgestell eingeklebt.
Die
Kamera, der Sender, die Zusatzbatterie und der Empfängerbaustein. Die
mitgelieferten Anschlusskabel für Empfänger Stromversorgung und Videokabel
sind nicht auf dem Bild.
Vergrößerter Führerstandsboden
Also fangen wir mit dem Umbau an. Auf der Wagenunterseite werden je zwei
Schrauben gelöst und beide Wagenkästen abgenommen. Die Schraube im
mittleren Drehgestell wird etwas gelöst und beide Fahrgestelle
herausgenommen. Die Drehgestelle werden innen mit einer Pinzette am Zapfen
zusammengedrückt und nach unten entnommen. ( Nicht einfach mit Kraft
herausziehen, es bricht schnell eine Zapfenhälfte ab.) Nun wird der
Kunststoffzapfen des Ballastbleches abgeschnitten und diese Blech durch
doppelt so dickes Walzblei ersetzt welches wir einkleben. Vorn müssen die
überstehenden Stege im Führerstandsboden abgefräst werden damit der
Boden vollkommen glatt wird. Wer es sich zutraut, nimmt noch 2/10 vom Boden
mit weg.
Jetzt
werden die Drehgestelle bearbeitet. Im Bild ist eine zusätzliche
Stromabnehmerfeder einkleben die seitlich am isolierten Rad schleift. ( diese
hier ist aus einer Feder des größeren Mayerhofer Federsatzes für HO. ) Sie
ist mit Sekundenkleber dickflüssig auf die angeraute Vorderseite geklebt und
die Litze durch eine Bohrung nach innen zum Drehgestellzapfen geführt.
Die
Drehgestelle vorn und hinten werden gleich bearbeitet, dabei die Polarität
der Räder beachten. Im Schacht des Drehgestells wird je eine Feder mit Litze innen,
mittig, auf den Steg geklebt. Zum besseren Verständnis: Feder links
ist Plus von der Achse, isoliertes Rad ist oben. Feder rechts ist Masse von
der Achse, isoliertes Rad ist unten. An diesem isolierten Rad ist der
zusätzliche Schleifer aus dem vorherigen Bild. Darum werden beide roten
Litzen zu einer zusammengelötet. ( siehe Linke Feder im Uhu-Plus ) . In den
Drehgestellzapfen wird exakt mittig ein 0,6mm Loch gebohrt. Beide Litzen
werden hindurchgezogen. Die beiden vorhandenen Löcher neben dem Zapfen werden
mit Tesafilm überklebt und dann der ganze Mittelsteg mit Uhuplus o.ä.
ausgefüllt.
Das
mittlere Drehgestell mit einer entnommenen Achse. Auf das Kupferblech wird je
eine halbe Feder aufgelötet die vorher U - förmig gebogen wurde. An einen
der vier Blechzapfen wird eine blaue Litze gelötet und direkt daneben
ein 0,5mm Loch gebohrt durch welches die Litze in den Faltenbalg führt.
Hier
der Faltenbalg aus Plastik in den 3 Löcher gebohrt werden. Erstes Loch von
unten, je ein weiteres rechts und links für die Stromkabel vom hinteren
Drehgestell und die beiden Kabel zur Batterie.
Im
Gehäuse werden die Fenster vorn und beide seitlichen Fenster vorsichtig
herausgetrennt. Auf die öffnungen kleben wir Druckerfolie. Nur das
Führerstandsmittelfenster bleibt frei. Im Führerstand das Dach von innen in
den Ecken etwas ausfräsen, ca. 0,3mm auf 16mm Länge. Achtung nicht zuviel
!! Der Befestigungszapfen im Bild links muss ebenfalls entfernt werden.
Kamera
ist aufgeklebt. Sie hat die Abmessungen 15 x 15 x 14 und somit seitlich und
vorn 0,5mm Luft. Die beiden Löcher im Ring sind zum Scharfstellen der Linse.
Auf der Rückseite der Kamera sitzt die Antenne, die ich um 4 cm verlängert
habe, und der Stromanschluss, hier rot und lila. Das ist auch der Grund für
das Abschneiden des ersten Wagenzapfens.
Der
Steuerwagen ist verdrahtet. Links sind zwei schmale Platinenreste eingeklebt
für die Plus und Masselitzen von den Drehgestellen. Hier wird auch der 10 nf
Kondensator zwischen beide Anschlüsse gelötet. Er unterdrückt Störungen
von den Radschleifern. Auf dem schwarzen Sender klebt ein Plastikstreifen auf
welchem die Antenne festgeklebt ist. Da die Batterie im zweiten Wagen sitzt,
muss die Leitung verlängert werden, hier orange und schwarz.
Im
Boden des zweiten Wagens wird ein Miniaturschiebeschalter in eine Ausfräsung
eingeklebt. Auf genügend Höhe über SO achten. Dieser Schalter trennt die
Batterie vom Sender damit sie nicht "tiefentladen" wird wenn der Zug
nicht benutzt wird.
Der
zweite Wagen mit Batterie und Schalter von oben. Auch hier wurde der
Eisenballast durch Walzblei ersetzt. Auf der Führerstandseite müssen jetzt
noch die drei Frontlampen durch Bohrungen angedeutet werden, die man mit
weißer Farbe auslegt und schon kann man seine Modelllandschaft aus Sicht des
Tfz Führers betrachten.