Fleischmann 8084 Dieselgeräuschwagen 20.April.2004
Umbauanleitung: verwendet wird ein Dietz- Susi Geräuschbaustein DGE micro XS sowie ein Doehler & Haass DHF S00 Susi Schaltdecoder. Die benötigten Teile zum Umbau:
Wo kommt was hin im Wagenkasten. Links der
Kondensator. In der Mitte der LS. Rechts auf dem Wagenboden der Schaltdecoder
und darüber der Soundbaustein.
Als erstes wird der Wagen zerlegt. Die
Drehgestelle werden ausgebaut, das Dach abgenommen, das Wagenunterteil vom
Wagenkasten getrennt und die mittleren Fenstereinsätze herausgenommen. Statt der
Eisenblechplatte kann später eine Bleiplatte in das Wagenunterteil eingesetzt
werden. Nun wird die Stromabnahme der Drehgestelle
bearbeitet.
Von der Mayerhofer Schleiffeder schneiden wir ein Stück in
voller Länge ab und teilen es dann in der Mitte. Wie im Bild werden
die Federn gebogen, damit sie beim Einkleben nicht in voller Länge festkleben.
In der Vertiefung wird je eine rote oder blaue Litze angelötet, die Federenden
etwas nach unten gebogen und dann auf die Drehgestelle mit Sekundenkleber
aufgeklebt. Tipp: vorher mit Azeton und Wattestäbchen fettfrei
machen.
Die Litze wird durch ein ½ mm Loch neben dem Drehzapfen
gesteckt und hinten mittig O
wieder nach oben geführt. Im
Wagenboden wird an dieser Stelle ebenfalls ein ½ mm Loch
gebohrt und die Litze durch den Wagenboden nach innen gezogen. Die innere
U-förmige Befestigung wird so bearbeitet, das nur das untere Teil mit dem
Gewinde verbleibt. Hier wird direkt neben
dem Gewindeloch ein Zweites gebohrt und mit 2mm Gewinde versehen. Eine
Messingschraube hineindrehen und hier die zweite Litze anlöten. (oder Ku Niete
einsetzen ) Jedes Drehgestell hat also eine Radschleiffeder und eine
Achsschleiffeder mit unterschiedlicher Kabelfarbe. Die Achsschleiffeder muss
am Kupplungskasten gekürzt werden.
Jetzt wird der Wagenkasten bearbeitet. Die
störenden Sitze werden weggefräst. Dies kann man mit einem Bohrzwerg und einem
3mm Fräser freihändig machen. Von den Wänden in der Mitte muss bei Verwendung
des Dietz Lautsprechers 3/10 abgefräst werden, vom LS auf zwei Seiten ebenfalls
ca. 3/10 damit er schräg eingeklebt
werden kann. Oberkante LS = Oberkante Wagenkasten. Die Metallkalotte erzeugt
einen kräftigen Sound.
Alternative: Ein 15 x 25 mm Lautsprecher würde auf den Boden
geklebt, Kalotte nach oben zum Dach. Der DCC Decoder über dem LS eingeklebt,
Bauteile nach oben. Bohrt man Löcher in den Boden, und klebt den LS nach unten
ein, ist die Lautstärke geringer, weil die Resonanz des Wagenkastens
fehlt.
Im Bild sind die Drehgestelle eingesetzt, im rechten
Teil ist ein Platinenrest mit zwei Leiterbahnen als Lötstützpunkt eingeklebt, an
den jetzt die roten und blauen Litzen gelötet werden. Hier wird später noch die
Stromversorgung des SX / DCC Decoders angeschlossen. Dieser wird ohne
Steckverbindung zum Soundmodul auf die Adresse der Zuglok programmiert. Man kann
dem Wagen auch eine eigene Adresse zuweisen und mit einer entsprechenden Zuglok
dann in Doppeltraktion fahren. Das Dieselgeräusch wird über die Fahrstufen
gesteuert. Mit Doppelklebeband wird der DHF S00 halb unter den
LS auf den Wagenboden geklebt und seine blaue und rote Litze an das Lötpad
gelötet. Dann werden die grünen LS Kabel an das micro XS Modul gelötet. An die rote und
schwarze Litze der Steckverbindung
micro XS Modul / DHF S00, bzw. DHS250 muss noch je ein Kabel rot / schwarz zum
Kondensator gelötet werden. Rot plus, schwarz minus Kondensator. Der DHFS00
bekommt einen Streifen Tesafilm oben drauf als Isolierung gegen den
Soundchip.
Für bessere
Stromabnahme wird in den Wagenkasten an den Enden Walzblei zurechtgeschnitten
und eingeklebt, ebenso erhält das Dach in der Wölbung eine Bleieinlage. Der
Wagen wird auf die Schienen gesetzt und der Digitalstrom eingeschaltet. Ein
Knacken im LS zeigt, das er loslegen möchte. Also: Licht an, der Diesel wird gestartet.
Fahrstufe 1, der Sound wird stärker, noch steht die Lok. Fahrstufe 2, die Lok
setzt sich in Bewegung und mit der F Taste kann das Horn 2 betätigt werden,
sobald die Lok Fahrstufe 8 oder höher erreicht, setzt beim Herunterregeln
ab Fahrstufe 3 ein Bremsenquietschen bis zum Stillstand ein. Herz, was willst du
mehr. Wie welche Parameter programmiert werden steht im
„Waschzettel“ der Module und nun viel Erfolg beim Nachbau.