Das
einzige mir bekannte Bild dieses Dampftriebwagens. Man sieht den Unterschied
zum ET85 in der Fensterteilung. Dieses Problem kann man allerdings mit zwei
Gehäusen lösen. ET85 hat nur zwei schmale Fenster links, dafür 6
Mittelfenster.
Bei diesem Bild kann man nicht ersehen ob der Wagenkasten nun genietet war oder geschweißt, da ich zwischenzeitlich noch zwei Bilder, eines mit geschweißtem Wagenkasten und eines mit genietetem bekommen habe, (Sammlung Ostendorf) wurden die Nietreihen bei dem Roco - Rückbau nicht weggeschliffen.
Hier
sieht man die beiden Roco Gehäuse und wo die Trennschnitte sitzen sollen.
Dies geschieht mit einer Roco-Feinsäge mit sehr viel Zeit, oder mit
einer Proxon/Drehmel Minikreissäge die allerdings langsam laufen sollte
damit die Schnittkanten nicht schmelzen und unsauber werden. Das obere
Gehäuse wird verwendet, das untere dient als Teilespender. Oben wird der
schräge Führerstand direkt hinter dem ersten Fenster abgetrennt, damit zwei
der vier nötigen schmalen Fenster stehen bleiben. Unten wird hinter dem
zweiten Fenster und der Tür der Wagenkasten abgesägt und mit dem oberen Teil
verklebt. Ich habe Sekundenkleber flexibel benutzt und damit gute Ergebnisse
erzielt.
Als
nächstes wird das überzählige sechste Fenster in der Mitte entfernt und
dieses herausgetrennte Fenster als Packabteilfenster zurechtgeschnitten und in
das letzte Fenster links eingeklebt. Die beiden Türhälften werden unter den
Fenstern mit einem Papierstreifen angedeutet. Die erste Tür des Wagenkastens
wird unten so geschliffen das sie als Tür nicht mehr zu erkennen ist und
zusätzlich werden die Lammellen im Fenster entfernt. Das hier die Regentraufe
etwas größer ausfällt muss man in Kauf nehmen.
Das
Dach wird nach dem Kleben bearbeitet. Die Löcher werden zugespachtelt und das
Dach bis zur markierten Stelle plan geschliffen.
Hier
das völlig gestrippte Unterteil des Minitrix VT62. Man nimmt das
zusammengeklebte Gehäuse als Maß um festzulegen wo die Ausfräsungen für
die zurückspringenden Türen des Wagenkastens angezeichnet werden müssen.
Beide Kopfenden werden abgeschrägt sonst passt der zulaufende Führerstand
nicht. An den Seiten wird je 0,5mm abgefräst, die Tiefe der Türausfräsungen
muss man ausprobieren.
Auch
die beiden Gewichte werden eingesetzt, angezeichnet und passend gefräst.
Da
soviel wie möglich vom Original Antriebsgestell verwendet werden soll kommen
jetzt die beiden Platinen an die Reihe. Die untere Platine wird nur leicht an
der Lokseite abgefräst damit die Tür später sitzt. Von der oberen Platine
werden die Ausfräsungen wie im Bild gemacht. Aufschrauben und probieren ist
die Devise. Man sieht allerdings das hier beide Enden bearbeitet werden
müssen.
Platine
oben, Gewichte und Fahrgestell sind ausgefräst, die Drehgestelle eingesetzt
und der Digitaldecoder aufgeklebt und verdrahtet. Beide Beleuchtungen werden
beibehalten und die Lampenschächte weiß ausgemalt. Auf den erhabenen Teil in
der Mitte wird ein 1mm Plättchen aus Holz oder Plastik geklebt auf dem
später der Wagenkasten oben so aufliegt, das die Unterkante auf der schwarzen
Verkleidung der unteren Platine aufsitzt.
Hier
die Verdrahtung des DHL Decoders der ein Multiprotokolldecoder sein kann.
Damit hat man der Selectrix und DCC Fraktion Genüge getan.
Von
einer alten Lok wird der Schornstein, die Pfeife und Kleinteile eingeklebt und
die Löcher für die Lüfter gebohrt. Die Lüfter lagen früher den
Roco-Hechten bei und sind auch jetzt noch erhältlich. Ob die Farbgebung auf
dem Dach tatsächlich so aussah oder nur eine Farbe verwendet wurde kann man
aus dem Originalbild nicht genau ersehen. Ich habe angenommen es war eine Art
Dachhaut links, und rechts schwarz wegen dem Qualm etc. Lackiert wird das
Gehäuse auf einem zurechtgeschnittenen Stück Styrodur in dunkelgrün.
Die
Stellprobe zeigt nun die eingeklebten Lüfter, die aufgeklebte Laufbohle
vorn, Den Reichsbahnadler und das Zuglaufschild München. Um die Sache noch
etwas ansehnlicher zu machen habe ich die Kuppelstangen und Räder rot
lackiert, Gattung und Betriebsnummern fehlen noch, ebenso das Sprengwerk mit
Kasten unten.
Zumindest
auf der Anlage des MTKB macht dieser Dampftriebwagen mit angehängtem
Dampfsoundwagen eine gute Figur.