Tipps für Weichen, Gleise, Antriebe.  13.02.2013
 
Waschzettel Fulgurex Antrieb
 
Manche Loks bleiben auf Peco Code55 DKW´s stehen oder passieren die Kreuzung nur ruckelig. Grund ist die Höhe der Plastikisolierung im Herzstückbereich und auch in der Mitte der DKW. Diese ist ca. 3/10mm zu hoch und die auflaufenden Räder heben die Lok  an dieser Stelle unmerklich an. Damit ist natürlich keine vernünftige Stromabnahme gegeben.
Abhilfe: Aus einem kleinen Schraubenzieher wird durch beiderseitiges Anschleifen der Spitze ein Schaber gemacht. Dieser soll dann etwas schmaler geschliffen sein, als die Breite zwischen den Herzstück-Schienen, hier also 1mm. Mit diesem Schaber wird die Oberfläche etwas tiefer geschabt bis der Schienenfuß zu sehen ist. ( etwas 3/10mm tief ). Dadurch laufen bei uns im MTKB jetzt alle Loks einwandfrei über die DKW´s.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 Die Verstärkung der Schwellenbänder oberhalb und unterhalb der Stellschwelle im Bild können mit einem scharfen Messer etwas ausgeschnitten werden. Dadurch wird das Gesamtbild der Weiche etwas stimmiger. Ebenso kann die Stellschwelle auf der Seite, auf der das Loch für den Stelldraht nicht benötigt wird, bündig an der Schiene abgeschnitten werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 Wichtig ist, zwischen den beiden abgehenden Gleisen die Schwellen schräg über die Länge von 4 Schwellen zu kürzen weil sonst jeweils ein Gleis nicht in die Gleislaschen eingeschoben werden kann. Die im Originalzustand angespritzten Schwellen werden abgeschnitten und unter die Gleisverbindungen gelegt und mit etwas Sekundenkleber fixiert.

 

 

 

 

 

Peco Code 55 Weichen mit leitendem Herzstück versorgen die Backenschienen und das Herzstück mit Strom, welcher von der jeweils anliegenden Backenschiene übertragen wird. Leider ist dies durch die unten umgebogenen Laschen der beiden Backenschienen nicht immer besonders kontaktsicher.
Abhilfe: An den vom Werk angepunkteten Draht zwischen Herzstück und Backenschienen wird zusätzlich eine Litze angelötet. Diese führt zu einem Springschalter unseres Fulgurex Antriebes und versorgt das Herzstück und die Backenschienen zusätzlich mit der geforderten Polarität. Da der Fulgurex Antrieb stark genug ist, kann man zusätzlich auf die umgebogenen Laschen einen Lötpunkt setzen. ( siehe Bild ganz links blauer Kreis ) Logischerweise wird jeder Lötpunkt erst  gesetzt, wenn die entsprechende Backenschiene an ihrer Seite anliegt.
 
 
 
 
 
 
 

 

Peco Dreiwegweiche.

Die Stromversorgung der hellblauen Schiene erfolgt nur durch Anlegen an die dunkelblaue Schiene. Sobald die hellblaue Zunge abgelegt hat ist diese stromlos.

Die Herzstückversorgung grünes und gelbes Gleis erfolgt über vorhandene Drähte.

Es werden zwei Antriebe ( Fulgurex Motorantriebe ) benötigt wobei die Herzstückpolarisierung über die Springschalter erfolgt.

 

 

 

 

Herzstückumschaltung:

Es ist nicht immer machbar, die Stromversorgung des Herzstückes über einen der Springschalter genau zu justieren. Manchmal springt beim Umlaufen der Weiche der Schalter schon um, wenn die Backenschiene noch Verbindung mit dem Gleis hat. Dadurch entsteht ein Minikurzschluss beim Umschalten.  
Abhilfe: Auf der gegenüberliegenden Seite des Fulgurex Antriebes einen zusätzlichen Springschalter statt des schwarzen Distanzstückes einbauen. Beide Mittelabgriffe der Umschalter mit Litze verbinden und an das Herzstück leiten. So wird zuerst beim Umlaufen des Motors das Herzstück stromlos weil der erste Umschalter öffnet und erst nach Erreichen der anderen Lage wieder durch Schließen des zweiten Umschalters verbunden. Also kein Kurzschluß über die Backenschienen !!!
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Bei den nicht schaltbaren Kreuzungen gibt es fertigungsbedingt hier und da Stücke, bei denen beide Schienen in den Spitzen sehr eng aneinander kommen. Alte Loks mit relativ breiten Radreifen verursachen hier dann einen Kurzschluss. Diesen merkt man im Analogbetrieb kaum, jedoch bei Digitalbetrieb schaltet die entsprechende Zentrale ab.
Abhilfe: Mit einer Dreikant Nadelfeile ( nicht Schlüsselfeile weil zu grob ) wird ca. 0,5mm tief der Abstand zwischen beiden Spitzen vergrößert. ( nicht bis zum Schienenfuß sondern nur an der Oberfläche ) dadurch kann ein breiter Radreifen nicht mehr beide Schienen ( die ja unterschiedliches Potenzial haben ) berühren und das Problem ist behoben.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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 < Unter dieser Adresse gibt es Informationen über den Betrieb von Signalen und Weichen mit Memory - Draht

 
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Layout für eine Peco Doppelkreuzung:
Fahrtrichtung grün eingezeichnet.  Benutzt wird für jede Seite ein Fulgurex Motorantrieb.
Jeder Motor wird im Gleisbildstellpult über einen Microswitch von Conrad 2 x UM geschaltet. Dieser Schalter ist wie unten gezeigt an Plus und Minus über Kreuz verbunden, der Motor ist am Mittelabgriff angeschlossen. Um die Zeichnung übersichtlich zu halten ist die Schalterstellung wie ein Kippschalter rot dargestellt. Die Herzstück - Springschalter sind als je 1 x UM dargestellt, wovon die Mitte an das jeweilige Herzstück geht und rot oder blau Fahrstrom minus oder plus darstellt. Weißer Kreis LED aus, gelber Kreis LED an für die Stelltisch-Rückmeldung. Diese LED werden ebenfalls über Springschalter versorgt. Dazu muss auf der Motorplatine je ein Springschalter zusätzlich gegen das Blindstück getauscht werden.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zwischenzeitlich hat sich herausgestellt das die Firma Fulgurex neue Weichenantriebe mit wesentlich härteren Federn in den Microschaltern ausliefert. Dies hat zur Folge das die Weichenmotoren zu heiß werden und abbrennen. Abhilfe durch Conrad Microschalter Bestellnummer 703702. Bei Nutzung von 3  Schaltern pro Seite werden alle Schalter getauscht und der Weichenmotor läuft wieder leicht und zuverlässig. Fa. Fulgurex hat das Problem erkannt und liefert ab 2008 neue, weichere Microschalter.
 
 
                            NEU
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Fulgurex Weichenantriebe :
Ein am Ende U-förmig gebogener Stahldraht in die beiden vorhandenen Löcher
der Stellstange geklebt dient zum direkten Stellen der Weiche. Die drehbare Laterne
wird durch einen zweiten Stahldraht mitgenommen. Die Dicke des Stahldrahtes
bestimmt den Anpressdruck der Backenschienen.
Der Abschaltpunkt lässt sich, wenn nötig, justieren durch Aufkleben von dünnen
Kunststoff - Streifen auf die Abschaltnocken der Springschalter.
 
 
 
 
 
 
Bei der vorher besprochenen Methode mit dem Stelldraht direkt in der Stellstange des Motors gibt es einen Nachteil: Je nach Stellweg biegt sich der Stahldraht und sitzt dann leicht schief im Loch der Stellschwelle. Dadurch kann man ihn nicht so genau bündig abschneiden.
Eine sichere Möglichkeit bietet die Anfertigung von Führungen aus Platinen-Material. In der Mitte der Platine ein Langloch 15 x 4 mm. An jeder Ecke ein Befestigungsloch ca. 3mm. Ein Messing Vierkantrohr wird über die Öffnung gelötet und das Stück über der Öffnung dann herausgetrennt. Eine Messing Vierkantstange wird bedarfsgerecht abgelängt und am Ende ein Federmessingdraht eingelötet. Dann mittig über dem Stellloch eine weitere Bohrung für den Stelldraht, der dann 0,8mm dick sein darf. Damit ist eine exakte Führung des Stelldrahtes gegeben. Der Stellweg kann bedingt justiert werden durch Aufkleben von Plastikplättchen unter den Springschaltern. Ebenso kann man einen Zusatzschalter je Seite aufschrauben. Diese gibt es bei Conrad oder Noch.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Mit dieser Führung und der zusätzlichen Federung zwischen Antrieb und Weiche lassen sich Fulgurex Weichenmotore hervorragend einsetzen. Diese Konstruktion ist auf der Modulanlage des mtkb in Betrieb. Aus Platinenmaterial wird eine Grundplatte geschnitten. Auf diese Grundplatte wird ein Vierkantrohr gelötet. Im Vierkantrohr wird eine Vierkantstange bewegt. Die Verbindung zwischen Antrieb und Vierkant wird durch einen S-förmig gebogenen Stahldraht hergestellt welcher in einer Bohrung im Antrieb eingehängt wird und im Vierkant verlötet wird. Verbindung mit der Weiche durch einen o,8mm Stahldraht der im MS-Vierkant eingelötet ist und in der Stellschwelle in einem 0,8 mm Loch bündig mit der Schwellenoberkante eingeschoben ist. Wo erforderlich, kann der Stelldraht nach unten verlängert werden und noch einen zusätzlichen Microswitch betätigen.
 
 
 
 
 
 
 
Wer Flexgleise in Kurven verlegt und gezwungen ist, diese zu teilen, oder einen Halteabschnitt in der Kurve einzufügen, wird merken, das sich das Gleis an der Schnittstelle geradebiegt. Eine mögliche Lösung ist die Fixierung beider Gleise mit je zwei Messingnägeln. Die Löcher für die Nägel direkt an der Schiene vorbohren ( z.B.1mm bei 1,3mm Nägeln ) die Nägel einschlagen und bis unter die Schienenoberkante versenken. Dann Schiene und Nagel mit Lötzinn verbinden. Danach Gleis trennen, es wird sich nicht mehr bewegen. Wer die Länge der Nägel so aussucht, das sie nach dem Einsetzen unter der Platte noch einige mm herausschauen kann hier gleich die entsprechenden Stromkabel anlöten.