Der
Fleischmann Motor. Dies ist ein sehr zuverlässiger und leiser Motor. Man
kann ihn leicht zerlegen, wenn alles andere nicht mehr hilft. Dazu benötigt
man ein Skalpell oder Bastlermesser. Zuerst wird die Schnecke, die fast immer
aus Plastikmaterial besteht, mit der Hand abgezogen. Bei zwei Schnecken diejenige welche an
den Motorkohlen sitzt. Die Motorkohlehalterungen werden mit Federn und Kohlen
entfernt. Dann wird eine Messerklinge unter das Ende eines U-Schenkels
geschoben und dieser aus dem runden Plastikpin der Kohlehalterung ausgehakt,
ohne das Metall aufzubiegen, dann der zweite ebenfalls ausgerastet und der
Plastik-Kohlehalter von der Welle abgezogen. Nun kann man den Rotor
herausziehen. Bei Fleischmann N-Motoren passiert es manchmal, das einer der
Magnete nicht mehr fest im U-Schenkel sitzt. Dies äußert sich in einem
hakeligen, oder schweren Lauf des Motors. Diese Magnete kann man mit
Sekundenkleber wieder im Schlitz des U-Trägers festkleben, so, das ein
winziger Luftspalt zwischen Magnet und Rotor vorhanden ist.
Mit einem Glashaarpinsel kann man nun hervorragend die Kupferflächen
reinigen, ohne Riefen zu hinterlassen. Die drei Schlitze müssen sauber sein.
Vor dem Wiedereinbau kommt eine Nadelspitze öl an jedes Wellenende. Die
Plastikhalterung rastet beim Zusammenbau von allein wieder im U-Träger ein. Achtung:
Wenn kleine Scheibchen auf den Wellenenden sitzen müssen diese wieder mit
eingebaut werden um zuviel Längsspiel der Welle zu vermeiden. Leichter
Rost am Eisenkern kann ebenfalls mit 800er Schleifpapier entfernt werden.
Manchmal
läuft der Motor nur an, nachdem man ihn angestoßen hat. Dies lässt auf
einen abgerissenen Draht der Wicklung schließen. Mit einer Lupe
kontrollieren, ob jeweils zwei Drähtchen an jedem Lötpin angelötet sind.
Wenn einer in der Luft hängt, dann lötet man ihn wieder an der abgerissenen
Stelle an. Dazu kann man eine Windung abwickeln, wenn der Draht zu kurz
geworden ist, um ihn anzulöten. Ist eine Wicklung verbrannt, kann man
diese neu wickeln indem man erst abwickelt und die Windungen zählt, und
dann mit Kupferlackdraht von z.B. Conrad in gleicher Dicke die gleiche
Anzahl Windungen wieder draufwickelt. Diese Arbeit lohnt sich nur bei einem
Motor, den es als Ersatz nicht mehr zu kaufen gibt. Ausbauen eines
verbrannten Rotors und Ersatz aus einem noch erhältlichen Motor geht auch,
sogar wenn der Ersatzmotor zwei Wellenenden mit Schnecken hat und nur ein
Wellenende benötigt wird. Das andere Ende wird mit einer Minitrennscheibe
abgelängt. Dabei trennt man wegen der Hitzeentwicklung die Welle nicht auf
einmal durch, sondern in 4 oder 5 Gängen mit Abkühlungspausen, sonst
schmilzt das Plastik der Wicklungen
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Der
Minitrixmotor: Zuverlässig, aber laut im Lauf. Die Schnecke bekommt man nur
mit einem Hilfswerkzeug ab. Siehe unten.
Reinigen
der Kupferbleche geht auch in zusammengebautem
Zustand mit dem Glashaarpinsel durch die beiden Öffnungen. Dies ist allerdings
eine "Zweimannarbeit" wenn man den Motor nicht fixieren kann. Pinsel
in die Öffnung auf das Kupfer drücken und an der Schnecke drehen ( wer hält
jetzt den Motor ?? ) Auch hier müssen die Schlitze wieder frei sein. Dies kann
man bei diesem Motor mit einem spitzen Hartholzstäbchen machen. Wenn man dazu
einen Uhrmacherschraubenzieher nimmt, wie in manchen Foren geraten wird, dann
gibt es an den Blechen einen leichten Grat der wie ein Hobel die Kohlen in
kurzer Zeit zu Staub verarbeitet. Einfacher ist es, Kohlen und Zubehör
ausbauen, und Kohlehalterung abziehen ( siehe Bild weiter unten.)
Der
Minitrixmotor hat zwei weitere Stellen welche sauber gehalten werden sollen.
Unter dem Kohleblech mit Glashaarpinsel reinigen und durch den viereckigen
Kohlehalter einen dicken Leinenfaden ziehen um ihn zu säubern. Ist die
Bronze-Andruckfeder schon blau
angelaufen, so gilt für
alle Motore: Austauschen,
denn die Federkraft lässt dadurch nach und die Kohlen werden nicht mehr
angedrückt.

Auch
den Minitrixmotor kann man im Notfall auseinanderbauen. Dazu benötigt man ein
Werkzeug um die Schnecke von der Welle zu bekommen ( siehe nächstes Bild als
eine Möglichkeit ) Ist die Schnecke entfernt, so biegt man vorsichtig die vier
Blechlaschen an der tiefergedrückten Seite hoch. ( Siehe Pfeile ) Dies
geht mit einem Uhrmacher Schraubenzieher hervorragend. Dann kann man
Plastik-Kohlenhalter und Magnethalter trennen. Achtung: Auf dem
Lagerschild an der Schneckenseite ist eine Markierung ( Punkt ) damit man beim
Zusammenbau das Ganze nicht um 180 Grad verdreht einbaut markiert man sich den
Magnethalter ebenfalls.
Ein
selbstgefertigter Halter, die Schnecke liegt oben, die Welle im Schlitz, der
Motor hängt unten. Das Ganze legt man über einen Hartholzklotz mit Einschnitt
für den Motor und klopft mit einem Durchschlag die Welle nach unten heraus. Da
die Welle hinten am Motor immer ca. 1mm herausschaut kann man die Schnecke mit
einem Hartholz wieder später aufsetzen ohne sie zu verformen.